Eva-Maria
Holzleitner, BSc

Bundesministerin für Frauen, Wissenschaft und Forschung

Die institutionelle Nähe und Anbindung von Instituten an Universitäten fördern nicht nur die wissenschaftliche Exzellenz und den Wissensfluss zwischen den Einrichtungen, sondern erlaubt auch die besonders ressourcenschonende und effiziente Umsetzung neuer Forschungsvorhaben.

BundesministerinEva-Maria Holzleitner, BSc

Seit 65 Jahren steht die Ludwig Boltzmann Gesellschaft für engagierte Forschung. Sie schafft Raum für Wissenschafter:innen, mit Mut und Kreativität neue Wege zu beschreiten und zur positiven Entwicklung unserer Gesellschaft beizutragen. Dieses Jubiläum bietet somit nicht nur einen willkommenen Anlass, auf eine erfolgreiche Entwicklung zurückzublicken und die Zukunft aktiv in den Blick zu nehmen. Es ist eine Gelegenheit, sich mit neuen Lösungsansätzen und Visionen aktuellen Herausforderungen zu stellen.

Exzellenz, Neugier und unterschiedliche Perspektiven treiben gute Forschung an. Die Ludwig Boltzmann Gesellschaft (LBG) verkörpert diese Prinzipien seit Jahrzehnten in besonderer Weise: Sie lädt zur interdisziplinären Forschung ein, fördert translationale Ansätze und trägt dazu bei, wissenschaftliche Erkenntnisse in gesellschaftlich relevante Anwendungen zu überführen, gerade auch in Bereichen wie den Grund- und Menschenrechten oder der Gesundheit. Das 2025 eröffnete Ludwig Boltzmann Institut für Wissenschaftsvermittlung und Pandemievorsorge und die drei im Jänner 2026 an den Start gegangenen Klinischen Forschungsgruppen in den Bereichen der fokalen Epilepsie, der Blasen- und der Darmkrebsforschung sind nur die jüngsten und besonders eindrucksvolle Beispiele dafür. Sie zeigen auf der einen Seite das große Potenzial partizipativer Forschungsansätze für den Erkenntnisgewinn und die Steigerung der gesellschaftlichen Akzeptanz für Wissenschaft und Forschung und helfen auf der anderen Seite, medizinische Standards in der Forschung wie auch am Krankenbett im Gleichschritt weiterzuentwickeln und zu verbessern.

Auch künftig wird die LBG wichtige und gesellschaftlich relevante Impulse setzen. Mit der Vorbereitung der Ausschreibung einer weiteren Klinischen Forschungsgruppe im Bereich Frauengesundheit und Gendermedizin im Jahr 2026 leistet die LBG einen wesentlichen Beitrag zur Erreichung zentraler Ziele des BMFWF. Es sollen bestehende Forschungs- und Versorgungslücken in diesen Bereichen geschlossen, die gesundheitliche Chancengleichheit nachhaltig gestärkt und die Selbstbestimmung von Frauen in allen gesundheitlichen Belangen gefördert werden.

Als besonders erfolgreich und zukunftsweisend möchte ich zudem die enge Zusammenarbeit der LBG mit Universitäten und den anderen österreichischen Forschungseinrichtungen hervorheben. Die institutionelle Nähe und Anbindung von Instituten an Universitäten fördern nicht nur die wissenschaftliche Exzellenz und den Wissensfluss zwischen den Einrichtungen, sondern erlaubt auch die besonders ressourcenschonende und effiziente Umsetzung neuer Forschungsvorhaben. Auch im Bereich der Karriereentwicklung wird deutlich sichtbar, dass ein vernetztes und gemeinsames Aufzeigen der vielfältigen Möglichkeiten für Studierende, Forschende und Nachwuchswissenschaftler:innen besonders vielversprechend ist. Das Career Center der LBG entwickelt und bietet hierfür attraktive und moderne Formate an.

Allen Mitarbeiter:innen, Forscher:innen und Partner:innen der Ludwig Boltzmann Gesellschaft spreche ich daher meinen Dank für ihr bemerkenswertes Engagement, ihre Kreativität und ihre stete Bereitschaft, sich neuen Herausforderungen zu stellen, aus. Es ist meine tiefste Überzeugung, dass es genau diese Qualitäten sind, die es uns ermöglichen werden, den Anforderungen der Zeit entsprechende Wege zu finden, um die Resilienz der österreichischen Forschungslandschaft zu wahren. Durch vermehrte Kooperation und Ressourcenbündelung werden wir gemeinsam Impulse setzen, die den Fortschritt unserer Gesellschaft stützen.

 

Mit freundlichen Grüßen

Eva-Maria Holzleitner
Bundesministerin für Frauen, Wissenschaft und Forschung