Veranstaltungen
der LBG
Eine Auswahl aus dem Jahr 2025Die LBG, ihre Center und die Institute haben 2025 zahlreiche Veranstaltungen organisiert, um ihre Forschungsleistungen der Öffentlichkeit und der wissenschaftlichen Community zu präsentieren.
Special Events
LBG Xchange & LExA Award 2025
Beim LBG Xchange gab es 2025 viel zu feiern: 65 Jahre Ludwig Boltzmann Gesellschaft, ein neues Forschungsinstitut und die Verleihung von zwei Leadership Excellence Awards in Research.
Die Eröffnung erfolgte durch Bundesministerin Eva-Maria Holzleitner, die in ihrer Begrüßung vor knapp 200 Gästen im Leopold Museum im Wiener Museumsquartier die Bedeutung von Wissenschaft für die Zukunft Österreichs betonte. Holzleitner hatte erst im Juli persönlich die drei neuen Klinischen Forschungsgruppen (KFG) vorgestellt, die ab 2026 acht Jahre lang in den Bereichen Onkologie und Neurologie arbeiten werden.
Im Gespräch mit der Moderatorin Kristina Schranz gab LBG-Präsidentin Freyja-Maria Smolle-Jüttner einen kleinen Einblick in 65 Jahre Ludwig Boltzmann Gesellschaft. 1960 als „Ludwig Boltzmann-Gesellschaft zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung in Österreich“ gegründet, war man von Beginn an in Bereichen tätig, die von Universitäten nicht oder nur marginal beforscht wurden. Diese Pionierfunktion zieht sich wie ein roter Faden durch die Geschichte der LBG, die bis heute bewusst auch ungewohnte Wege beim Etablieren neuer Ideen und Methoden im Wissenschaftsbetrieb beschreitet.
Einer der inhaltlichen Höhepunkte des Abends war die Präsentation des im Juli 2025 eröffneten LBI für Wissenschaftsvermittlung und Pandemievorsorge unter der Leitung von Florian Krammer. Gemeinsam mit seinem Kernteam Christine Marizzi, Julia Holzer und Fabian Amman stellte er die Programmlinien Viren-Überwachung, Viren-Charakterisierung, Community Science sowie Wissenschaftsvermittlung und wissenschaftliche Bildung vor.
Leadership Excellence Award in Research für Mario Rothbauer und Ian Teasdale
Bereits zum dritten Mal vergab das Career Center der Ludwig Boltzmann Gesellschaft den Leadership Excellence Award in Research. Seit 2023 werden mit dem LExA Führungspersönlichkeiten ausgezeichnet, die auf herausragende Art und Weise ihre Führungsrolle wahrnehmen und dadurch wesentliche Beiträge zur Wissenschaft leisten. Bundesministerin Eva‑Maria Holzleitner überreichte die diesjährigen Auszeichnungen in den Kategorien „Emerging Leaders“ und „Experienced Leaders“ an Mario Rothbauer von der Medizinischen Universität Wien sowie Technischen Universität Wien und Ian Teasdale von der Johannes Kepler Universität Linz. Die Keynote kam von Hans Rusinek, Forscher zum Thema Arbeitswelt der Universität St. Gallen, dessen Thesen um den Wandel von Arbeit, Verantwortung und Resilienz kreisen.
OIS zam: Forum 2025
Am 9. und 10. Oktober 2025 fand das bereits vierte OIS zam: Forum zum Ausbau der Österreichischen OIS-Community in der ÖBB Open Innovation Factory statt. Auch heuer drehte sich alles um Austausch, Vernetzung und inspirierende Gespräche. Insgesamt 59 Projekte wurden in Posterpräsentationen der interessierten Öffentlichkeit vorgestellt. In diesen Projekten arbeiten und forschen Wissenschafter:innen mit Bürger:innen, Schüler:innen und Studierenden, Kindern und Jugendlichen, Patient:innen und deren Angehörigen, Expert:innen und Fachkräften zusammen.
Academic Events
Gewalt, Erinnerung und Versöhnung: Wahrheit als Konfliktfeld zwischen Wissenschaft und Demokratie
Die in Kooperation der drei Ludwig Boltzmann Institute für Grund- und Menschenrechte, für Kriegsfolgenforschung und für Digital History durchgeführte Tagung vereinte hochkarätige Expert:innen aus Wissenschaft, Recht, Politik und Zivilgesellschaft. Die eintägige Veranstaltung an der Universität Wien bot Raum für einen interdisziplinären Dialog über zentrale Fragen der historischen Aufarbeitung, gesellschaftlichen Erinnerungskultur und der Rolle wissenschaftlicher Wahrheit in demokratischen Prozessen. Die gemeinsamen Ziele der Institute und ihrer Initiative „Wissenschaft, Wahrheit und Demokratie“ sind die Stärkung wissenschaftlicher Freiheit, die Förderung faktenbasierter öffentlicher Debatten und die nachhaltige Sicherung demokratischer Grundwerte.